Ja und nein, sozusagen wohl genauso wie bei einheimischen Rötelmäusen. Mir ist zwar nichts von Schilfwühlmäusen und Hanta-Viren bekannt, es könnte sich bei der Info um schlichte Verwechslung mit einheimischen Wühlmausarten handeln, aber genausogut könnte die Schilfwühlmaus im heimischen Habitat wie hierzulande z.B. die Rötelmaus je nach Region mit bestimmten Hantaviren "belastet" sein. Diese Viren sind nicht gleich den schreckenserregenden Hanta-Viren, durch die uns der Begriff allgemein geläufig wurde, dennoch sehr ernst zu nehmen:
http://de.wikipedia.org/wiki/HantavirenBei Nachzuchten in xter Generation besteht dies Problem jedoch nicht, auch nicht für einheimische Rötelmäuse. Schilfwühlmäuse wären also auch nur als direkter Wildfang eine mögliche Gefahr, die erhältlichen Tiere sind momentan alles Nachzuchten, da die Nachzucht so einfach ist, wären Wildfänge finanziell unattraktiv, so wird dies auch weder Handel noch privat derzeit jemand auf sich nehmen.
Die Heimtierpopulation von diversen Wühlmausarten ist insofern unproblematisch, ich habe Dutzende unterschiedlicher Arten gehalten und nachgezogen, das einzige wären Zoonosen, also Erkrankungen die von Mensch auf Tier und umgekehrt übertragbar sind - man kann mit einem simplen Schnupfen theoretisch seine Pfleglinge infizieren, doch mit dem üblichen Mindestmaß an Hygiene dürfte das alles für beide Seiten unproblematisch sein.