lem hat geschrieben:Welche Meinungen habt ihr: Lohnt sich nun der Aufwand nachzuforschen und möglichst fern verwandte Tiere zu verpaaren oder ist (bei den Exoten mit eh nur einer handvoll Ursprungstieren) es genau so gut Geschwister zu verpaaren (ohne einen wirklichen Inzuchtsstamm aufzubauen)???
Ich denke es muss in beide Richtungen gezüchtet werden ...
bzw. auch viele geben die beides Kombinieren.
Nur so ist es möglich das vorhandene Genmaterial nicht zu verlieren, und möglichst viele weiterre (neue) gesunde Linen zu ziehen.
Eines darf man hierbei jedoch nicht vergessen:
Auf dem Weg zum gesunden Inzuchtstamm bleiben zu viele Linen auf der Strecke. Bzw. sollten aussotiert werden (etwas was bei relativ Wertvollen und begerten Tieren sicherlich nicht immer der Fall ist = genau hier liegt dan auch der Fehler)
Und der gängige Hobby oder Liebhaberzüchter (mag er auch Biologe sein) hat kaum die möglichkeit Privat anhand seiner 2,2 Paare abzuschätznen was aus diesen Tieren in 10 Generationen wird. Oder dann noch mal von vorne mit seinen Tieren anzufangen.
Der Privatmensch kann nur hoffen das sein weg der Richtige ist. Und wenn in ebend 10 Generationen die Typischen "Inzuchtschäden" wie Knickschwänze, Kleinwüchsichkeit, Fischschwänze, Sterilität ... auftreten hat er Pech gehabt.
Auch verendern Mutationen das Gesamtbild einer Linie immer ein bischen.
Daher braucht es auch möglichst viele Linenabzweigungen da so eine Mutation den "Zuchtlinenast" (Stammbaum abzweigung) jederzeit neue Stärke zuführen oder Morsch werden lassen kann.
Auch denke ich das das bei den Wildtieren die Typischen "Inzuchtschäden" bei weitem nicht so schnell auftreten wie bei den schon langen Dommestizierten Heimtieren. Da hier einfach noch mehr von der Natur Optimiertes Genmaterial vorliegt.
- Zumal auch viele Schäden mit der Farbgenetik gekoppelt sind.
- Sich die Allele mit der Zeit auch verändern, telweise Umweltbedingt.
(Hierzu gibt es einige Studien über Generationen Sprünge in bezug auf Fettleibichkeit beim Menschen. Demzuvolge Menschen mehr "Fettgene" haben wenn ihre Vorfahren Hungersnöte erleiden musten, da hir der Körper der Meinung ist das die Kommenden Generationen gut daran Täten auf Hungersnöte vorbereitet zu sein).
Den Letztlich jedes INDIVIDUUM trägt schlechte und schädliche rezessive, letale Geninfos in sich - das perfekte Tier mit dem 100 % gesundem und einwandfreiem Erbgut gibt es einfach nicht!
Daran wird auch "Inzucht" leider nichts ändern können, ebensowenig wie "Fremdblut".
(Ich hoffe ich hab jetzt die richtigen Worte gefunden)
Die Idee einer globalen Datenbank währe sicherlich gut. Jedoch realistisch nicht anzuwenden. Da der einzelne Züchter warscheinlich nicht zugeben würde das ausgerechnet in seiner Linie (bzw. in den Tieren aus seiner Line) der Wurm drin ist. Somit würde gemogelt werden .. und damit währe die ganze Datenbank nicht mehr aussagekräftig.
Auch währen Züchter im vorteil welche "neue" Quellen für ihre Tiere angeben würden ... unmöglich dieses auf Warheit zu kontrolieren.
Vom Europäischen Tierturissmus mal ganz zu schweigen. So kann man in Polen auf der Börse (von Privat und Händlern), Tiere aus Belgien und Holland kaufen, welche widerum aus Tshechien impotiert wurden...
Sollte uns das nicht zu denken geben?
Edit: Welche wir dann auf Börsen als WF bzw. als angebliche direkt WF nachzuchten kaufen können. (Welche sich jedoch später dann als Nachucht der 20ten oder gar 60ten Generation herrausstellen, welches man natürlich auch erst Merkt wenn da der Wurm drin ist.)
Ich persönlich glaube schon seit Jahren nur noch an echte WF wenn ich die Liferscheine aus dem Importland sehe, die Tiere selber am Flughafen abhole oder dieses eine Person tut der ich bedingungslos vertraue.
WF verkauft sich einfach besser ... so wie viele bei Rennmaus.de seit einem Jahr immer öfter ihre Agoutifarbenen als WF Direkt Nachzuchten Deklarieren.
Gruß Estra

