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STECKBRIEF

Wissenschaftlicher Name: Gerbillus cheeesmani
Deutscher Name:
Cheesmans Rennmaus, Cheesmans Gerbil
Englischer Name: Cheesman‘s Gerbil
Ordnung: Rodentia (Nager)
Familie: Muridae (Mäuseartige)
Unterfamilie: Gerbillinae (Rennmäuse)
Vorkommen:
Arabische Halbinsel, Iran
Größe:
8,5-12 cm + 9-12 cm Schwanz
Gewicht: 36-50 g
Durchschnittsalter: 3-6 Jahre
Geschlechtsreife: mit 90-120 Tagen
Tragzeit: ca. 21 Tage
Durchschnittliche Wurfgröße: 1-6 Junge
Sozialverhalten:
Familiengruppen
Aktivitätsphasen: Nachtaktiv
Besonderheiten: -
Anspruch: Einfach

ALLGEMEINES

Cheesmans Rennmäuse leben auf der arabischen Halbinsel und im Südwesten des Irans. Dort findet man sie vorzugsweise im feinen Sand der Dünen, wo sie ein weit verzweigtes Gangsystem anlegen. Ähnlich wie Mongolische Rennmäuse (Meriones unguiculatus) leben sie in Familiengruppen.

Im Aussehen ähneln sie sehr der Blassen Rennmaus (Gerbillus perpallidus), weshalb sie oftmals mit ihr verwechselt werden. Ihre großen Augen und Ohren weisen sie als nachtaktives Tier aus. Kurz nach Sonnenuntergang, nachdem die Hitze des Tages abgeklungen ist, gehen sie auf Nahrungssuche. Dabei können sie sich neben dem guten Gesichtssinn auf ein exzellentes Gehör verlassen, welches insbesondere niederfrequente Töne gut wahrnehmen kann. Das Innenohr von Cheesmans Rennmaus erreicht übrigens eine ähnliche Größe wie das des Menschen.

Während bei den Mongolischen Rennmäusen größere Gruppen insbesondere aus gemischtgeschlechtlichen Tieren selten über längere Zeit stabil bleiben, ist es bei Cheesmans Rennmaus durchaus möglich, auch Gruppen von 4-6 Tieren gemeinsam zu halten. Sollen Männchen und Weibchen zusammen gehalten werden, sollte jedoch darauf geachtet werden, dass in der Gruppe mehr Weibchen als Männchen vorhanden sind, da es ansonsten zu heftigeren Rivalenkämpfen kommen kann. Natürlich kann es auch bei Cheesmans Rennmäusen zu Streitigkeiten innerhalb der Gruppe kommen, diese enden allerdings kaum jemals so blutig wie bei Mongolen Rennmäusen. Trotzdem ist es spätestens wenn man züchten möchte sinnvoll, die Tiere paarweise unterzubringen. Ansonsten kann es passieren, dass die überzähligen Weibchen die Jungtiere fressen.

Text von Ralf Sistermann
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