Cheesmans Rennmäuse leben auf der arabischen Halbinsel und im Südwesten
des Irans. Dort findet man sie vorzugsweise im feinen Sand der Dünen,
wo sie ein weit verzweigtes Gangsystem anlegen. Ähnlich wie Mongolische
Rennmäuse (Meriones unguiculatus) leben sie in Familiengruppen.
Im Aussehen ähneln sie sehr der Blassen Rennmaus (Gerbillus perpallidus),
weshalb sie oftmals mit ihr verwechselt werden. Ihre großen Augen und
Ohren weisen sie als nachtaktives Tier aus. Kurz nach Sonnenuntergang,
nachdem die Hitze des Tages abgeklungen ist, gehen sie auf
Nahrungssuche. Dabei können sie sich neben dem guten Gesichtssinn auf
ein exzellentes Gehör verlassen, welches insbesondere niederfrequente
Töne gut wahrnehmen kann. Das Innenohr von Cheesmans Rennmaus erreicht
übrigens eine ähnliche Größe wie das des Menschen.
Während bei den Mongolischen Rennmäusen größere Gruppen insbesondere
aus gemischtgeschlechtlichen Tieren selten über längere Zeit stabil
bleiben, ist es bei Cheesmans Rennmaus durchaus möglich, auch Gruppen
von 4-6 Tieren gemeinsam zu halten. Sollen Männchen und Weibchen
zusammen gehalten werden, sollte jedoch darauf geachtet werden, dass in
der Gruppe mehr Weibchen als Männchen vorhanden sind, da es ansonsten
zu heftigeren Rivalenkämpfen kommen kann. Natürlich kann es auch bei
Cheesmans Rennmäusen zu Streitigkeiten innerhalb der Gruppe kommen,
diese enden allerdings kaum jemals so blutig wie bei Mongolen
Rennmäusen. Trotzdem ist es spätestens wenn man züchten möchte
sinnvoll, die Tiere paarweise unterzubringen. Ansonsten kann es
passieren, dass die überzähligen Weibchen die Jungtiere fressen.