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UNTERBRINGUNG

Aufgrund ihrer winzigen Größe und Temperaturempfindlichkeit sind Gitterkäfige für Knirpsmäuse ungeeignet. Bewährt haben sich ausgediente Aquarien mit feinmaschigem Gitterdeckel (z.B. Fliegengitter, Modelleisenbahndraht) oder Terrarien. Die Mindestgröße für ein Pärchen oder eine kleine Gruppe sollte 60x30x30 cm betragen. Da sie im Gegensatz zu Eurasischen Zwergmäusen nicht so gut klettern können, sollte ihr Gehege mehr Lauffläche bieten als in die Höhe gehen. Klettern tun sie trotzdem gerne, von daher kann man Äste oder Rückwände (z.B. aus Kokosfasern) zur Verfügung stellen, um höher liegende Ebenen zu erreichen. Mit Ebenen kann man auch in kleinen Terrarien noch mehr Fläche schaffen.
Afrikanische Knirpsmäuse stammen aus sehr warmen Regionen und vertragen niedrige Temperaturen nicht gut. Bei gut beheizten Räumen erübrigt sich eine Heizmatte, die man unter das Terrarium legen kann, in weniger warmen Räumen jedoch schafft man so für die Knirpsmäuse ein angenehmes Klima.
Als Einstreu kann man gut handelsübliche Streu verwenden. Man kann die Einstreu auch bis zu 20 cm hoch in das Aquarium geben, so dass sich die Knirpse darin Gangsysteme anlegen können. Wenn man allerdings scheue Knirpse hat, bekommt man sie dann sicherlich noch weniger zu Gesicht.
Um ihnen Abwechslung zu bieten, kann man ihnen ab und zu ein kleines Gefäß mit Sand reinstellen und Körner drunter mischen. Sie nutzen den Sand nicht zum Wälzen, sie buddeln aber sehr gerne darin und freuen sich, wenn sie ein Körnchen darin finden.
Man kann das Terrarium mit mehreren Schlafhäuschen, ein bisschen Heu und allerlei Klettermöglichkeiten einrichten. Äste dürfen aber nicht zu dünn sein, da sie sich nicht so daran festhalten können wie Eurasische Zwergmäuse oder Aalstrich-Klettermäuse, sie können besser an rauen Oberflächen oder dickeren nicht vertikal stehenden Ästen emporklettern.
Knirpsmäuse riechen kaum. Das ganze Terrarium muss nur alle 1-2 Monate ganz sauber gemacht werden, bei einer größeren Gruppenstärke entsprechend häufiger. Wenn die Gruppe nicht ganz stabil ist, sollte man immer nur einen Teil der Einstreu wechseln.

Text von Sara Yousef
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